Epcot Center

File 272Während die meisten Parks in Orlando vor allem Kinder begeistern, ist der Epcot Disney Park mit den meisten Attraktionen für Erwachsene. Von weitem ist es vor allem eine überdimensionale Disco-Kugel, die aus dem Epcot ins Auge fällt und gleichzeitig als Erkennungsmerkmal dient. Der Park vereint internationale Kultur und technische Innovationen. Er ist der zweitälteste Park in Orlando und wurde am 1.Oktober 1982, damals noch als Epcot-Center, eröffnet - nur das Animal Kingdom wurde noch früher gebaut.

Epcot ist vor allem als der Themenpark bekannt, in dem man eine Menge lernen kann. Über die unterschiedlichen weltweiten Kulturen, aber auch über neue Technologien, die man in der so genannten "Future World" finden kann. Die einzelnen Pavillons werden von großen Konzernen betrieben, die auch für die Unterhaltung verantwortlich sind. Doch wenn man im Epcot unterwegs ist, fühlt man sich als Besucher auch fast ein bisschen wie in einer kleinen Weltausstellung - Deutschland, Italien und andere europäische Staaten, aber auch China, Mexiko oder Japan haben rund um eine große Lagune im "World Showcase" ihre Themenhäuser errichtet.

Im deutschen Pavillon trifft man ein Stück Heimat wieder. Deutsche Waren werden hier verkauft, in einem Biergarten gibt es traditionelle süddeutsche Gerichte wie Bratwürste, Weißwürste oder Sauerkraut. Insgesamt elf Nationen präsentieren sich mit ihren landestypischen Traditionen und unverwechselbaren Erkennungsmerkmalen. Den berühmten Campanile vom Markusplatz in Venedig findet man im italienischen Pavillon, im französischen Pavillon wurde ein ganzer Pariser Stadtteil nachgebaut mit Blick auf den Eifelturm im entfernten Hintergrund. Als Symbol für Großbritannien wurde der „Tower of London“ nachgebaut, im norwegischen Pavillon kann der Besucher in einer Wikinger-Siedlung Lachs, Krebse, Muscheln oder Hummer genießen.

In der großen Kugel ist Spaceship Earth (Raumschiff Erde) beheimatet. 13 Minuten lang fährt man mit einer Bahn in einem drehbaren Abteil und erlebt die Geschichte der Kommunikation, die durch animierte, menschengroße Figuren dargestellt wird. Nach einem steilen Aufstieg findet sich der Besucher plötzlich im Weltall wieder, danach geht es wieder zum Ausgangspunkt zurück. Das Gefühl der Schwerelosigkeit kann man in „Mission: SPACE“ erleben. Durch Zentrifugalkräfte wird ein Flug zum Mars simuliert. In den kleinen Cockpits, in denen Platz für vier Personen ist, muss man sich anschallen. Im Laufe des Abenteuertrips schwenkt sich die Kabine um 90 Grad, dadurch stellt sich das Gefühl der Schwerelosigkeit ein. Der Flug wird auf einem Monitor simuliert.